Die Stadt lebt im ViaThea - Zauber. Theaterwege führen durch den Stadtpark und auf mittelalterliche Gassen und Plätze, es gibt Straßentheater vom Feinsten.
Künstler mannigfaltiger Couleur locken wie Rattenfänger Schwärme von Einheimischen und Gästen zum Zuschauen, Bewundern, Nachdenken, Schmunzeln, Lachen und Mitwirken. Atemlos werden Spiele um die Dinge des Lebens – des Alltags, der Politik, des menschlichen Miteinanders, der Lebenslust und des -leids, der Phantasie verfolgt. Um den Durchblick zu haben, werden Holzstümpfe zum Niederlassen zurechtgestellt, Hausabsätze zum sich Erhöhen erobert, Brunnenränder erklommen, wird eng zusammengerückt. Die Besucher lassen sich auf Verführung ein und werden betört.
Die Weltspitze der Straßentheaterkünstler gibt sich ein Stelldichein. Auf Stelzen im Frack und mit Zylinder wird neugierig in Fenster oberer Stockwerke gelugt, im „schlimmsten“ Fall die Zimmereinrichtung der Anwohner „geklaut“. Ein „Lebendes Bild“ bringt mit Gesten und dem Ausdruck seiner Augen tiefste Traurigkeit und Glück zum Mitfühlen. Mit kundigen Händen werden aus Papier Wunderwelten geformt. Besteck erklingt, obwohl die Ohren zugehalten werden. Mit akrobatischen Kabinettstückchen werden verrückte Geschichten erzählt. Eine Statue singt zart, jedoch auch volltönend. Wasser wird zur Quelle der Lebensfreude, freilich auch zur Rivalität. Farbige Gestalten umschlingen in enger Symbiose steinerne Zeugen ehrwürdiger Renaissancearchitektur.
Seit 1995 leuchtet und strahlt die östlichste Stadt Deutschlands besonders während der drei ViaThea – Tage. Ein solches Glänzen soll und muss bleiben. Begeisterte Anhänger gründeten deshalb 2008 den Förderverein ViaThea e.V.